Geschichten:


Alf fragt....?

 


Weihnachten im kretischen Frühling

 

Auf Kreta gibt es ja viele lustige und erstaunliche Gegebenheiten und Geschichten, aber auch hier ist Weihnachten natürlich nicht im Frühling. Und trotzdem war es für uns so etwas wie Weihnachten im Frühling als wir im Mai 2021, nach sage und schreibe 7 "Corona-Monaten", des erste Mal wieder in unsere Lieblingstaverna Stavrakakis unten im Dorf gehen konnten. 

Oft sind wir zuhause an einem Glas Rotwein gesessen und hätten ihn gerne dort getrunken. Auch fehlte das gute Essen von Katharina, der Köchin, mit den verschiedenen "Mezedes" und auch der Wirt Manolis Stavrakakis und Nico den immer freundlichen Kellner wollten wir wiedersehen. Nun haben wir wieder alles, aber irgend etwas fehlte trotzdem! Es dauerte eine Zeit bis wir merkten was es war. Das offene Feuer im Kamin das wir den ganzen Winter missen mussten! Es ist ja nicht so, dass wir jetzt von Manolis das "Einfeuern" des Kamins im Sommer verlangen, aber wenn dann nächsten Winter das Olivenholzfeuer wieder friedlich vor sich hinknistert, ja dann ist unsere Tavernenwelt wieder in Ordnung!!! 

(Mit iPhone Aufnahmen)

 


Reise mit der Fähre in die Schweiz

 

Eigentlich ist der Titel dieses Albums nicht wirklich spektakulär, aber die Corona Pandemie hat diese Reise zum völligen "Abenteuerurlaub" gemacht. Noch ein Tag vor der Abreise, wussten wir immer noch nicht, ob die Fähre ablegen darf!!!! Das einzige, was uns etwas beruhigte war, dass wir 72 Stunden für die Italien-Durchfahrt zur Verfügung hatten, und das hat dann auch locker gereicht. Der Aufenthalt in der Schweiz war trist, bis auf den Türlersee Ausflug (siehe Photos). Auch der Besuch bei den Eltern, ein Hauptgrund dieser Reise, da Mutter 80ig wurde, mussten wir streichen. Wir trafen uns dann 5 Minuten bei der Grenzstation bei Bargen, es war traurig!!

Auch die Rückreise war bis zum letzten Tag unsicher. Es hiess, dass wir keinen Coronatest brauchen würden, da wir mit der Fähre reisten, aber so ganz sicher waren wir uns nicht. Aber es ging dann doch alles gut, auch der Schnelltest in Patras war zu unserem Glück negativ. Die richtige Entspannung kam dann aber doch erst als wir zuhause die Tür aufschlossen!!!

Nun möchte ich Euch aber trotzdem einige Bilder von dieser Reise zeigen, besonders die von Igoumenitsa gefallen uns speziell!! Die Nachtaufnahmen von Piräus sind leider nicht ganz scharf, weil sie aus der "Hand" photographiert sind. Sie wären aber mit dem Stativ auch nicht besser geworden, weil der Motor das ganze  Schiff vibrieren liess.

Nun viel Vergnügen beim Anschauen!!

 


Exo Lakonia und sein regenreicher Winter 2018/19

 

Der Winter 2018/19 und der anschliessende Frühling gehörten nach Aussagen mehrer alter Leute zu den  regenreichsten der letzten Jahrzehnte. Einige meinten, dass sie noch nie eine so nasse Periode erlebt hätten. Nach dem sehr trockenen Sommer 2018 war der Regen teilweise auch ein Segen, doch die Mengen waren schon enorm. Die Photos unten zeigen Exo - und Mesa Lakonia, die Cha-Schlucht und den Panteleimonas Beach während des Frühling 2019. Das letzte Bild zeigt alte Bäume die von Regenwasser ins Meer gespült wurden!!!

 


Crazy tree

 

Im Frühling 2019, auf einem Spaziergang in Exo Lakonia, hat Tanja den "Crazy tree" zum ersten Mal gesehen. Wie immer suchte sie die Felder nach Blumen für einen heimischen Strauss ab. Beim der Steigung zurück zum Haus, erspähte sie Gladiolen nicht weit von der Strasse. Beim Pflücken der Blumen stand sie unvermittelt vor dem "Crazy tree". Nun, ob er "crazy" ist oder nicht könnt ihr selber entscheiden, für und bleibt er es!!! 

Nun zum Baum selber, es ist der Karobbaum (Johannisbrotbaum) dessen Früchte sind Hülsen die Samen enthalten. Früher wurden sie zumeist zu Tierfutter verarbeitet, in den letzten Jahren haben sie sich als beliebtes Nahrungsmittel oder deren Zusätze durchgesetzt. So gibt es heute Karob-Brote oder Bindemittel und vieles mehr. 

Die Samen wurden früher auch als Gewicht verwendet, eine Same war ein Kart (ca. 0,2 Gramm).

 


Giannis Haroulis

 

Es müsste so 1995 oder 96 gewesen sein, wenn ich mich richtig erinnere, war es das erste Mal, dass wir bei Maria in der kleinen Pension in Matala nächtigten. Die Abende waren immer sehr gesellig und an so einem Abend, erzählte sie uns, dass ihr Bruder Frangiskous in Kalamaki, direkt am Meer eine kleine Taverne betreibe. Also fuhren wir dann am nächsten Tag hin. Nach einem Spaziergang am Meer setzten wir uns in die Taverne. Das erste, was uns auffiel, war die Musik, die aus dem Lautsprecher kam!  Einerseits war es griechische Musik, aber mit ganz eigenem Gefühl, eine Art "Ethno-Sound".  Später fragten wir Frangiskous nach dem Interpreten. Es war Michalis Nikoloudis und das Album hiess Aeolia. Am folgenden Tag kauften wir die CD in Mires. Sie wurde zu einer der meist gehörten CD in unserer Sammlung. Somit wäre die Geschichte eigentlich erzählt, doch sie nahm Jahre später eine unerwartete Wende. Im Jahre 2003 veröffentlichte eben dieser Michalis Nikoloudis wieder eine CD mit dem Titel "All around me and inside" auch diese liebten wir heiss und hörten sie uns oft an. Ein Stück auf der CD hat den Titel "Ela pare me" und wird von Giannis Charoulis gesungen und eben dieser Giannis ist in dem Tal, in welchem wir heute wohnen, geboren und aufgewachsen (gesamte Einwohnerzahl ca. 300). In der Zwischenzeit wurde Giannis selbst ein in Griechenland weit bekannter Sänger und Laute Spieler. Sein grosser Erfolg, insbesondere auch bei der jungen Generation hat auch damit zu tun, dass er kretische Musik mit rock-igen und jazz-igen Elementen mischt, auch spielt er auf der Laute wunderschöne Improvisationen. Dass er von diesem, unserem Tal ist, haben wir allerdings, erst viele Jahre später, als wir schon hier wohnten, erfahren. Inzwischen trafen wir ihn auch schon einige Male. Hier in Lakonia, ist er immer noch stark verwurzelt und gibt hier auch ab und an Benefiz Konzerte, die wir live geniessen können. Die Photos sind von seinem Benefiz Konzert Ende August 2018.

 


Saharasand

 

Saharasand in der Luft das kennen wir von der Schweiz, aber das in der Schweiz war ein ganz klein wenig Sand.

Nicht so hier, wie die beiden Bilder dokumentieren!!! Das linke Photo (September 2019), es zeigt wie das Tal normalerweise aussieht. Rechts die Aufnahme ist vom 22.März 2018 und technisch unverändert, nur "jpg" konvertiert. Wir waren gerade auf der Heimfahrt von Agios Nikolaos als die Luft sich immer mehr in braun-orange verfärbte. Zu Hause angekommen, ca. 10 Min. später machte ich das Saharsand-Photo!!

 


Da Andrea

 

Die Andrea ist die Schweizerfreundin, die wir mit Abstand am längsten kennen. An gemeinsame Ausflüge, zum Beispiel ins Elsass oder an den Klöntalersee im Glarnerland, erinnern wir uns sehr gerne! Auch eine Reise in die Schweiz, ohne bei Andres & Jürg reinzuschauen, undenkbar!!! Das hat nicht nur damit zu tun, dass wir bei ihnen wohnen dürfen, sondern auch, weil wir uns da zuhause fühlen! Auch einige Besuche auf Kreta hat die Freundschaft über alle diese Jahre gestärkt.

Beim durchstöbern von meinen Fotos im noch nicht bearbeitet Ordner sind mir diese alten Küchenbilder von Andreas "Dennlerstrassen  Zeit" in die Hände gefallen! Sofort sind mir die vielen feinen  Italianata Nachmittage bei Ihr in den Sinn gekommen! Neben sehr schönem und gutem Essen, genossen auch die fröhliche Stimmung der Abendessen, die meistens schon nachmittags um 2 Uhr !!! begannen. Die Geselligkeit fing mit tollen Apero, bestehend aus frisch zubereiteten Antipasti begleitet von einem guten Wein an. Weiter zur feinen Pasta, bis hin zu Salat und etwas typisch italienischem aus dem Gasofen! Immer begleiten von viel Lachen und Freude, eben Italianata!! Das Ganze zog sich jeweils über Stunden hin, in der Trotteria Da Andrea. 

Und in dieser Küche wurden alle diese feinen Leckereien zubereitet.

Als Andrea die Bilder sah, meinte sie:

"Ha grad Heiweh nach mire coole Chuchi"